Unter dem Begriff Nachhaltigkeit finden sich in einer bekannten Suchmachine aktuell 6.760.000 Einträge. Nicht alles, was heute als nachhaltig bezeichnet wird, hat mit Nachhaltigkeit allzuviel zu tun.

Nachhaltigkeit definiert sich als ein auf Stabilität, Bewahrung der Ressourcen oder Regeneration ausgerichtetes Handlungsprinzip, welches eine langfristige Nutzung von Rohstoffen, Ökosystemen oder Produktionskreisläufen garantiert. Häufig sind heute in als nachhaltig bezeichneten Prozessen nicht alle Faktoren berücksichtigt. Oft werden unliebsame Aspekte von Prozessen, die irgendwo im fernen Ausland stattfinden, ignoriert und unter den Teppich gekehrt. Unter dem Begriff "Globale Nachhaltigkeit" verstehen wir daher eine Nachhaltigkeit, die alle Faktoren berücksichtigt, die global betrachtet Teil eines Prozesses sind. Wollen wir global nachhaltig handeln, können wir die Zerstörung von Urwäldern für "Bio-Kraftstoffe" oder billiges Druckerpapier, Bio-Lebensmittel, die mit hohem Energieaufwand um die Welt reisen oder Markenbekleidung für Hungerlöhne in Billigländern produziert, keinesfalls als nachhaltig akzeptieren, auch wenn die in Deutschland stattfindenden Teilprozesse der Produktion durchaus nachhaltig sein können.

Das Zentrum für Globale Nachhaltigkeit setzt sich dafür ein, als nachhaltig bezeichnete Prozesse unter globalen Aspekten zu betrachten und allen daran Beteiligten sozial gerechte Arbeits- und Lebensbedingungen zu ermöglichen.

An den Beispielen Waldnutzung und Wiederaufforstung, Solarenergie, Ernährung,Trinkwasser, Artenschutz und indigene Völker veranschaulichen wir global nachhaltige Zusammenhänge.